Uber uns 2017-06-08T14:47:38+00:00

Die Stiftung Historisches Gebrauchsglas

Die Stiftung Historisches Gebrauchsglas dient der Unterstützung und Förderung der Kenntnisse und der näheren Erforschung von historischem Glas: also Objekte, die sowohl im Alltag als auch bei speziellen Anlässen oder Feierlichkeiten zum Einsatz kamen.

Wir tun dies unter Anderem alle zwei Jahre durch die Präsentation des „Ina Isings Preis für glashistorische Beiträge“ mit järlichen Symposien über historischem Gebrauchsglas und finanzielle oder inhaltliche Unterstützung von anderen Aktivitäten. Darüber hinaus veröffentlichen wir Artikel auf dieser Website.

Die Mitglieder des Vorstands sind:

Mr. Willem van Traa, Vorsitzender
Nelleke Nicolai, Ärztin, Sekretär
Drs David Willem van Traa MBA, Schatzmeister
Drs Nora Schadee

Die Mitglieder des Vorstand erhalten keine Vergütung für ihre Arbeit.

Finanzen

Die Stiftung ist das Ergebnis von Privatinitiative und erhält keine neben- oder strukturelle (öffentliche) Subventionen. Zur Finanzierung der Organisation und die Aktivitäten sind wir auf individuelle private Spenden angewiesen. Teilweise empfangen wir diese von Besucher der Aktivitäten als inzidentelle Beiträge. Zum Teil gibt’s von die Gründung  ab einige -für ein längere Zeit garantierte- Beiträge von im historischen Gebrauchsglas interessierte Personen. Wir sind bestrebt, die Zahl der Spender zu vergrößern, damit unsere Ressourcen Schritt halten mit der Entwicklung von mehr Aktivitäten.

Was ist historisches Gebrauchsglas?

Unser Meinung nach sind Glasobjekte, die sowohl im Alltag als auch bei speziellen Anlässen oder Feierlichkeiten zum Einsatz kamen, und nicht explizit Ausdruck der Kunst sind, als historisches Gebrauchsglas zu bezeichnen. Damit ist historisches Gebrauchsglas ein Container-Konzept, das eine große Anzahl von Typen und Arten von Glasobjekten umfasst.
Das meiste Glas der früheren Jahrhunderte hatte eine Gebrauchsfunktion, auch wenn sie edel gemacht oder verziert waren. Einige Formen werden immer noch verwendet, manchmal in ihrer traditionellen Form, aber heutzutage häufig aus Kunststoff. Der Verwendungsgrund anderer Objekte ist im Laufe der Zeit verlorengegangen. Der tatsächliche Nutzungsgrund, oder eine exakte Datierung ist daher schwierig. Das ist sicherlich der Fall, wenn sie in größerer Zahl verfertigt wurden und nur selten ein Herstellungs- oder Ursprungsmerkmal haben, oder irgendwo beschrieben sind. Manchmal kann die historische Verwendung nur von Bildern oder Drucken abgeleitet werden.

Warum ist die Erkenntnis über historische Verwendung so wichtig?

Das Fördern der Erkenntnisse über die historische Verwendung ist gerade jetzt wichtig, da Menschen, mit Arbeitserfahrung in der manuellen oder halbautomatisierten Fertigung des „Junghistorischen“ Bestandteils des Gebrauchsglases schnell aussterben. In ein paar Jahren weiß niemand mehr aus eigener Erfahrung etwas über dieses Kulturgut. Es wird dann wohl nur noch von sekundären Quellen über Herstellung, Nutzung, Transport oder internationale Handelskontakte berichtet werden. Und diese Quellen über die historische Nutzung des Glases sind bereits relativ wenig vorhanden, weil das internationale Interesse vor allem dem historischen Ornamentglas gilt.

Wissenszentrum für historisches Glas

Wir wollen ein Wissenszentrum über historischem Glas einrichten das für ein breites Publikum und Wissenschaftlern zugänglich ist. Bausteine dafür sind die Dateien, die in Institutionen wie Museen und Universitäten, in Sammlervereinigungen und bei privaten Sammlern oder (ehemalige) Mitarbeiter in der Glasindustrie vorhanden sind. Viele dieser Dateien sind wenig bekannt oder nicht leicht zugänglich, teils aus Gründen der Sicherheit der Sammlungen. Darüber hinaus sind sie sehr unterschiedlich in Umfang, Form, Inhalt und Qualität, in der Regel in Form von kommentierten Sammlungskatalogen. Museumsdateien sind die letzten Jahre mehr und mehr elektronisch zugänglich gemacht worden. Wir begrüßen diese Entwicklung und wollen sie, wo sinnvoll und möglich, unterstützen. Vor allem in älteren Sammlungen ist die Information oft sehr kurz und viel bleibt „im Depot“ Staub gefangen und deswegen für Außenstehende unbekannt.