Symposium 20172017-07-12T16:42:26+00:00

Symposium 2017

Am 12. November 2016 fand unser erste Symposium auf historischem Gebrauchsglas statt im Nationalmuseum von Altertümer (Rijksmuseum van Oudheden, RMO). Anfangs wollten wir dieses Symposium alle zwei Jahre wiederholen zusammen mit der Präsentation der Prof. Dr. Ina Isingspreis für glashistorische Beiträge. Durch die vielen positiven Kommentare haben wir aber beschlossen, das Symposium jährlich zu organisieren. In den geraden Jahren mit der Preisverleihung und in den ungeraden Jahren wird das Symposium stattfinden ohne eine Preisverleihung.

Darum organisieren wir dieses Jahr am Samstag, 09 September wieder ein Symposium, bei denen wir Sie einladen möchten. Das Symposium findet statt in dem Reichsmuseum von Altertümer (www.rmo.nl ), 28 Rapenburg, 2301 EG Leiden, Niederlande von 13:30 bis 16:30 und endet mit einem Drink bis 17:30, als das Museum geschlossen wird. Vorher gibt es Gelegenheit im Museum die Ausstellung „Casa Romana“ zu besuchen, die Glasobjekte aus römischen Zeiten zeigt.

Programm

Von 13.30 bis 14.00 Uhr, es gibt walk-in mit Kaffee. Nach jedem Vortrag gibt es Gelegenheit Fragen zu stellen.

  • Drs René van Beek studierte klassischen Archäologie und ist Kurator am Allard Pierson Museum, das archäologische Museum der Universität von Amsterdam.

Was bedeutet eine Sammlung von römischen Gläser für das Allard Pierson Museum? Das Allard Pierson Museum verfügt über eine spezielle Glassammlung. Diese Kollektion wird auf unterschiedliche Weise verwendet: für Untersuchungen, für Bildung und für Kontakt mit Sammlern. Auf  Grund einigen besonderen Stücke aus der Sammlung wird die Bedeutung dieser Sammlung betrachtet.

  • Prof. Dr. Hans-Georg Stephan, Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg. Professor Stephan spricht in englischer Sprache über: Bodenfelde und Corvey: karolingische Glasproduktion in Mitteldeutschland

In den letzten Jahrzehnten hat sich unsere Kenntnisse der frühen mittelalterlichen Glas viel erweitert durch archäologische und naturwissenschaftliche Forschung. Eines der wichtigsten Themen war wohl auch die Änderung rund 800 von der Mittelmeer-soda-Glas nach Pflanzen-Asche-Glas hergestellt aus heimischem Holz. Es gibt jetzt eine Menge von meist sehr bescheiden und einige reiche Funde aus der Elite-Kontexten wie der kaiserliche Palast Karls des Großen in Aachen sowie aus Klöstern und Kathedralen des fränkischen Reiches sowie aus Emporia rund um die Nordsee (Dorestad) und die Ostsee. In den meisten Fällen wird ausgegangen von eine sekundäre Bearbeitung von importierten Rohglas für Bauzwecke. Es schien auch klar zu sein, dass das Organisationsmodell für Waldglashäuser sich nicht vor dem 12.-13. Jahrhundert in Europa stellte. Aber vor kurzem haben wir diese Art von Glashütten im 9. Jahrhundert im Kontext der Oberen Weser gefunden. Wir gehen davon aus, dass das eng verbunden ist mit der Gründung des nahe gelegenen kaiserlichen Kloster Corvey, ein ‚Tochterkloster‘ aus 822 von Corbie in Frankreich, wo auch Belege für die karolingische Glasherstellung ausgegraben wurde.

  • Jaap Kottman, Spezialist für archäologisches Glas, ehemaliger wissenschaftlicher Mitarbeiter des National Dienst für Kulturerbe.

Der Vortrag betrifft die Glasfunden aus der großen Kloake unter der 17. Jh. Kirche „Ons‘ lieve Heer op Solder “ am Oudezijds Voorburgwal in Amsterdam. Heute ist dieses Gebäude ein Museum. Diese Kloake wird 2013 ausgegraben, durch den Amsterdammer Stadsdienst Denkmäler und Archäologie. 11.066 Glas-Fragmente wurden gefunden. Sie sind eingehend erforscht zu 768 Positionen. 311 Exemplaren davon gehören die Trinkgeräte wie Tassen, Becher, und Römer. Die Funden stammen zu einem großen Teil aus einem relativ kurzen Zeitraum: 1675-1725. Es ist daher eine sehr repräsentative Fundekomplex, dass mehr und mehr Einblick in die Nutzung von Trinkgeschirr für den alltäglichen Gebrauch in den späten 17. und frühen 18. Jahrhundert.

  • Johan Soetens, ehemaliger Direktor der Vereinigten Glashütten (Verenigde Glasfabrieken), Publizist, Chefredakteur des Glashistorischen Magazin.

Das Tintenfass Aufgang und Untergang. Ein Tintenfass: ein einfaches Glasobjekt, oft ungepflegt verfertigt, das fast das ganze 20. Jahrhundert in keinen Haushalt fehlte. Warum ist das so speziell? Es wurde nicht gewesen sein, wenn nicht um die Mitte des 19. Jh. die allgemeine Schulpflicht eingeführt wurde. Und das war nicht möglich ohne das Verbot der Kinderarbeit und das Arbeits- und Nachtverbot für Frauen. Die Entwicklung des Schreiben hätte es schwer ohne die Erfindung der Stahl Feder, der Nachfolger von der Feder. Beide verdanken ihre Existenz der Erfindung des Alphabets, das griechische Anpassung der phönizischen Interpretation der sumerische Keilschrift. Und so ist das einfache Tintenfass in einer langen Tradition, die ab 1934 abgebrochen wurde bei der Gestaltung der Wilhelm Wagenfeld und Andries Kopierer Tinte Töpfe ihre „Design“. Denn im selben Jahr wurde der Kugelschreiber erfunden. Wer hat zu Hause noch eine Flasche Tinte?

Bei 16:30 Uhr schließen wir mit einem Drink im Museum. Das Museum bittet einen Museumcard mit zu bringen oder ein Ticket zu kaufen. Die Teilnahme am Symposium ist kostenlos. Alle Teilnehmer erhalten außerdem die Broschüre mit den Lesungen des vergangenen Jahres, einschließlich der Jury-Bericht und der Preisgewinnenden  Artikel von Michel Hulst. Weitere Informationen über die Arbeit der Stiftung finden Sie auf unserer Webseite www.hethistorischgebruiksglas.nl

Für die gute Vorbereitung des Symposiums bitten wir alle im Voraus an zu melden bei contact@hethistorischgebruiksglas.nl

Ausserdem erinnert die Jury des Isingspreis alle Interessenten, dass der Stichtag für die Einreichung eines Artikels für diesen Preis 1. Januar 2018 ist. Es gibt doch genug Zeit einen ausgezeichneten Artikel zu bearbeiten um auf dem Symposium im 2018 der Mittelpunkt des Interesse zu sein.

Inschrijving is open!

Tot 1 januari 2018 kunt u uw artikel inzenden om mee te dingen naar de INA ISINGS PRIJS
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